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Leichtglasflaschen - Vorteile für Umwelt und Verbraucher

Leichtglasflaschen

Das Anlagen- und Maschinenbauunternehmen Heye International mit Hauptsitz in Obernkirchen entwickelte im Jahr 1968 die weltweit erste Leichtglasflasche, die 0,33-l-Paderborner-Bierflasche. Diese Leichtglasflasche wog nur 135 g. Vorreiter bei der Einführung von Leichtglasflaschen auf dem deutschen Markt war Ende der 1990er Jahre die St. Leonhards Quelle. Mit den für die Wasserabfüllung verwendeten Flaschen konnte das Verpackungsgewicht von 800 g auf 500 g reduziert werden. In jüngster Vergangenheit zogen andere Getränkehersteller nach: Während die Leichtglasflaschen zu Beginn vor allem für die Exportware verwendet wurden, profitieren mittlerweile auch deutsche Verbraucher von den zahlreichen Vorteilen der Leichtglasflaschen.
Prinzipiell würde ein Gros der Verbraucher Glasflaschen den weit verbreiteten PET-Flaschen vorziehen, allerdings wird das vergleichsweise hohe Gewicht von konventionellem Glas häufig, gerade von älteren Menschen oder Verbrauchern ohne Auto, als unpraktisch empfunden. Mit der verstärkten Umstellung auf Leichtglasflaschen kommen Getränkeproduzenten sowohl dem Kundenwunsch nach Glas als auch nach einem leichteren Transportgewicht nach.
Gerolsteiner heimste für die Einführung einer 1l-Leichtglasflasche die Auszeichnung "Produkt des Jahres 2011" der Fachzeitschrift "Lebensmittel Praxis" ein. Da mit der Verwendung von Leichtglas zudem ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird, wurde der Mineralwasserbrunnen Kondrauer ebenfalls im Jahr 2011 mit dem "Deutschen Mehrweg-Innovationspreis" augezeichnet, nachdem Kondrauer im April desselben Jahres eine Glasflache von nur 300 g präsentiert hat.
Die Bruchsicherheit von Leichtglasflaschen ist mit der von konventionellem Glas vergleichbar. Das Glaslaminat, welches im Enghals-Press-Blas-Verfahren hergestellt wird, besteht aus einem sehr stabilen Interlayer und extrem dünnen Glasscheiben. Dadurch lässt sich das Gewicht deutlich reduzieren.
Die Rohstoffe von Leichtglas - Sand, Kalk und Soda - stehen in unbegrenzter Menge zur Verfügung und sind zu 100 % recyclebar. Im Vergleich zu herkömmlichen Glasflaschen halbiert sich zudem der Materialeinsatz.
Durch die Gewichtseinsparung von bis zu über 20 % sinkt der Energieverbrauch bei Herstellung und Transport, was zudem geringere CO2-Emissionen zur Folge hat. Die Ökobilanz von Leichtglasflaschen fällt sowohl gegenüber konventionellen Glasflaschen als auch gegenüber den millionfach verkaufen PET-Flaschen deutlich positiver aus. Bei den PET-Flaschen besteht außerdem die Gefahr, dass sich - beispielsweise aufgrund direkter Sonneneinstrahlung - Acetaldehyd aus dem Kunststoff löst. In der Folge erhalten die Getränke einen bitteren Beigeschmack. Darüber hinaus haben Untersuchungen ergeben, dass Wasser aus PET-Flaschen bis zu 30 mal mehr Antimon, welches zu den Schwermetallen zählt, aufweist als in Glasflaschen abgefülltes Wasser. Glas beeinflusst seinen Inhalt dagegen auf keine Weise: Der Geschmack bleibt unverfälscht und es gelangen keine Fremd- oder sogar Schadstoffe in die Getränke.