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Die digitale Plage Spam

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Oft versendet, selten erwünscht: Spam. Unliebsamen Nachrichten mit meist werbendem Inhalt von häufig dubios erscheinenden Absendern. Sie sind ein Ärgernis der digitalen Welt. Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2012 erhalten die Deutschen im Durchschnitt täglich neun Spam-Mails. Etwa 75 Prozent der Internetnutzer sind von dieser Plage betroffen. Insgesamt erreichten in Deutschland also täglich rund 300 Millionen Spam-Nachrichten private E-Mail-Postfächer. Das Forsa-Institut befragte hierfür 1001 Internetnutzer ab 14 Jahren.

Vom Dosenfleisch zur Mitteilungsflut: Definition SPAM

Mit Spam werden unerwünschte Nachrichten bezeichnet. Sie erreichen den Empfänger in der Regel auf dem digitalen Weg. Meist enthalten sie Werbung oder diverse Angebote. Ein weiterer Ausdruck für Spam ist Junk, welcher synonym gebraucht wird.
Die Bezeichnung SPAM findet ihren Ursprung in Dosenfleisch des amerikanischen Nahrungsmittelherstellers Hormel Foods Corporation. Zunächst genannt Spiced Ham, entstand aus dem Produktnamen später der Markenname SPAM. Eben dieses Dosenfleisch zeichnete sich speziell in Großbritannien während der Rationierung im Zweiten Weltkrieg durch seine Omnipräsenz aus – ähnlich der von unerwünschten Werbemails wenige Jahrzehnte später.
1993 wurde der Begriff SPAM dann erstmalig synonym für mehrere, sehr ähnliche Artikel mit teils werbendem Inhalt in Newsgroups verwendet und erhielt so seine zweite Bedeutung.
Der Vorgang, unerwünschte Inhalte immer wieder zu versenden, wird als spammen bezeichnet und der Absender solcher Nachrichten als Spammer.

Wege der Spam-Verbreitung

Lästige und unwillkommene Nachrichten können die User digitaler Medien auf unterschiedlichste Weise erreichen. Der bekannteste und beliebteste Weg ist die bereits erwähnte E-Mail. Aber auch die Möglichkeiten der SMS oder von Blogkommentaren werden gerne und häufig genutzt.
Weiter werden der Versand von Kettenmails oder schnell hintereinander gepostete Beiträge in Foren oder Chats als Spamming betrachtet. Letzteres speziell dann, wenn die Texte identischen Inhalts sind. Das gilt genauso für Weiterleitungsseiten ohne relevanten oder eben mit sehr ähnlichem Inhalt. Auch immer wieder erscheinende Pop-ups sind Spam - ebenso wie falsche oder mehrere identische Keywords in den Meta-Tags von Websites. Nutzer können dem Spam somit auf Dauer kaum entkommen. Immer wieder finden sich neue Wege ihn zu verbreiten.

Die Methoden

Spammer erreichen ihre Zielpersonen entweder direkt, indirekt oder per Zufall.
So kann eine E-Mail-Adresse bereits bekannt und somit gezielt zugemüllt werden oder sie befindet sich unter Millionen erratenen beziehungsweise zufällig generierten Adressen. Daher ist es von Vorteil, eine private E-Mail-Adresse möglichst ungewöhnlich zu gestalten, so dass sie nur sehr schwer zu erraten ist. Des Weiteren ist es empfehlenswert sich für Registrierungen auf anderen Seiten oder für Gewinnspiele eine zusätzliche E-Mail-Adresse anzulegen.

Eine andere Methode aus Zeiten von Windows 2000 ist das sogenannte IP-Spamming oder auch NetSpam. Ermöglicht hat dies der interne Nachrichtendienst von Windows. Dieser war bei den Versionen 2000, NT und XP standardmäßig aktiviert, musste also von Hand deaktiviert werden. Ursprünglich dazu gedacht schnell kleine Nachrichten innerhalb eines Netzwerks an alle Nutzer zu versenden, entdeckten zwielichtige Gestalten schnell seine Missbrauchsmöglichkeiten. Diese offenbarten sich darin, dass User entsprechender Windows-Versionen urplötzlich kleine Pop-ups mit Werbung auf ihrem Bildschirm hatten. Hier wurden die Spaminhalte wahllos an irgendwelche IP-Adressen versendet. Die Chance, dass einige davon tatsächlich gerade von jenen Windows-Nutzern in Gebrauch waren, fiel dabei gar nicht so gering aus. Dabei konnte das Problem mit dem IP-Spam schnell behoben werden – durch eine einfache Deaktivierung des Windows-Nachrichtendienstes.
Seit Windows XP Service Pack 2 ist der Dienst aber standardmäßig wieder deaktiviert.

Bekannte Spammer


Zu den bekanntesten Spammern gehört Gary Thuerk, welcher am 3. Mai 1978 die erste Spammail überhaupt verschickte. Diese ging an 400 angeschlossene Nutzer des Arpanet. Ein weiterer ist Sanford Wallace auch bekannt als Spamford. Der selbsternannte Spam King wurde zuletzt zu einem Schadensersatz von 158,9 Millionen US-Dollar an MySpace verurteilt. Robert Alan Soloway trägt ebenfalls den Spitznamen Spam King, allerdings bekam er diesen von den Strafverfolgungsbehörden. Er zählte zu den aktivsten Spammern weltweit und stand nach seiner Verhaftung am 30. März 2007 der Anklage in 40 Punkten gegenüber. Ein Jahr später erklärte sich Soloway im Rahmen eines Vergleichs in drei Anklagepunkten für schuldig und wurde am 22. Juli 2008 zu einer Haftstrafe von 47 Monaten und einer Rückzahlung von $700.000 verurteilt.

Prüfen auf das Vorhandensein einer IP in Spamlisten

Liste von IP-Adressen von Rechnern, die in der Vergangenheit durch häufigen Versand unerwünschter Spamnachrichten in Blogkommentaren aufgefallen sind.

Kommentare

Spam IP List
  • 46.119.115.226
  • 80.84.58.98
  • 68.235.38.3
  • 68.235.36.164
  • 69.175.25.18
  • 84.62.144.221
  • 108.178.52.42
  • 113.212.70.163
  • 181.40.126.22
  • 184.172.26.250
  • 198.143.128.42
  • 200.27.90.52
  • 216.152.252.91
  • 216.152.252.99
  • 216.152.252.211
  • 216.152.251.27